Zitate
Moliere - Der Menschenfeind
Reclam Ausgabe, Seite 6
Aceste: Nein, ich kann diese Laschheit nicht ertragen,
Die Mode ist bei Ihren feinen Leuten;
Nichts ist mir so verhasst wie dieses Getue
Von denen, die gerne große Reden schwingen,
Die leichtfertig Umarmungen verteilen,
Die so verbindlich überflüssiges schwatzen,
Die Höflichkeit zu einem Wettkampf machen
Und redlichen und Gecken gleich begegnen.
Was soll mir eines Menschen Schmeichelei,
Der Freundschaft, der Treue, Achtung, Neigung schwört,
In höchsten Tönen mir ein Loblied sing
Und dann beim ersten Schuft dasselbe tut?
Nein, nein, wer eine feine Seele hat
will keine Achtung, die verschleudert wird;
Wertschätzung ist ein billiger Genuß,
Wenn alle Welt sie mit uns teilen kann.
Achtung muss sich auf einen Vorzug gründen;
Wer alle Welt schätzt, schätzt am Ende keinen.
...
Philintine: Aber als Mann von Welt muß man doch auch
Die äußeren Umgangsformen wahren können.
Alceste: Nein sag ich, diese üble Tauschgeschäft
Mit falscher Freundschaft muss gegeißelt werden.
Mensch sollte man sein, und wenn man sich begegnet
Den tiefsten Grund der Seele offenbaren.
Nur sie soll sprechen, und Gefühle sollen
Sich nie verstecken hinter leeren Floskeln.
...
Alceste: ...
Mich überkommt Verzweiflung, tiefer Kummer,
Seh ich, wie Menschen umgehn miteinander.
Ich finde nichts als feige Schmeichelei,
Unrecht, Verrat, Gemeinheit, Eigennutz.
Voltaire - Candide und der Optimismus
...
Fassungslos, blutend, zerschunden und schlotternd stand der arme Candide da und dachte bei sich: >>Wenn dies die beste aller Welten ist, wie muss es dann erst auf anderen aussehen?<<
...
>>Wir sind nun auf dem Wege in eine andere Welt<<, sprach candide, >>sicherlich wird dort alles gut sein, denn, offen gestanden, man hätte schon Grund, sich über die physischen und moralischen Zustände auf unserem Erdteil zu beklagen.<<
...
In der Tat: das Naturrecht lehrt uns, daß wir unseren Nächsten töten sollen, und demgemäß verfährt man auf der ganzen Welt. Wenn wir von dem Recht, unsere Mitmenschen zu essen, keinen gebrauch machen, so nur deshalb, weil wir andere leckerbissen haben.
Filmzitat: The Planet Of The Apes
29zigste Rolle, 6ter Vers
Nimm Dich in Acht vor dem Menschen, denn er ist des Teufels Verbündeter.
Er allein unter Gottes Primaten tötet aus Sport, aus Lust und aus Gier. Ja er wird seinen Bruder morden um seines Bruders Land zu besitzen. Sorg dafür, daß er sich nicht zu stark vermehrt, denn sonst macht er aus seiner und deiner Heimat eine Wüste. Meide ihn, treib ihn wieder zurück in sein Dschungellager, denn er ist der Bote des Todes
Filmzitat: Beneath The Planet Of The Apes
Sie ist und bleibt in Ewigkeit Welt ohne Ende.
Amen, Amen, Amen...
Die Himmel künden den Ruhm der Bombe und das Firmament spiegelt ihr göttliches Werk.
Ihr Schall geht hinaus in alle Länder,
und ihr Licht leuchtet hell über der ganzen Welt.
Du mein Erlöser kommst vom fernsten Teil des Himmels und nichts ist deinem heißen Licht verborgen.
Du kennst keine Worte keine Sprache, doch Deine Stimme ist gewaltig wie die Ewigkeit.
Preiset ihn, mein Erlöser, mein Befreier
Gelobt sei die Bombe und die heilige Vernichtung.
Anfang und Ende der Welt ist eins.
Sie ist und bleibt in Ewigkeit Welt ohne Ende.
Amen, Amen, Amen...
Allmächtige und ewige Bombe die Du gekommen bist uns den Himmel auf Erden zu bringen und unsere Dunkelheit zu erleuchten.
Oh du Instrument Gottes, gib uns deinen Frieden
Allmächtige Bombe,
Du besigtest den Teufel, und schufest Engel
Verkündet ihren Ruhm
Verkündet die Wahrheit die in uns ist, und offenbart diese Wahrheit unserem Schöpfer.
Ich entblöße mein geheimstes Selbst vor Dir mein Gott, vor Dir mein Gott
Vor dir mein Gott
Alles was froh und bezaubernd schön, und was das Leben erhellt, alles was weise und Wundervoll, die gute Bombe schuf die Welt.
Sie gab uns Augen Wahrzunehmen,
und Lippen das wir verkünden wie groß der Bombe Kraft sei.
Sie macht uns alle frei
Amen, Amen, Amen...
Das letzte Kapitel
von Erich Kästner
Am zwölften Juli des Jahres zweitausenddrei
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.
Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.
Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck,
nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck,
man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.
Am dreizehnten Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.
Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.
Jeder dachte, er könne dem Tod entgehn,
keiner entging dem Tod und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall, es schlich wie auf Zehn.
Es lief die Wüsten entlang, und es schwamm übers Meer.
Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andere hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.
Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.
Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte
völlig beruhigt ihre bekannte elliptische Bahn.